MMO Games
Hinter diesem kryptischen Namen verbirgt sich die faszinierende Technik, innerhalb eines Computerspiels eine virtuelle Welt zu erschaffen, in welcher sich gleichzeitig unzählige Online-Mitspieler (bzw. deren virtuelles Alter Ego, genannt „Avatar“) zum spielen treffen können.
Der Begriff „Massive Multiplayer Online Game“ kann sich etwa als „Massen-Mehrspieler-Online-Spiel“ übersetzen lassen und auch wenn einem der Begriff MMO-Game erst seit kurzer Zeit häufiger begegnet, so ist die Technik schon seit einiger Zeit verbreitet.
Die eigentliche Spielwelt (dessen Ausmaße, Handlungsstränge, Eigenheiten und Interaktionen) werden auf Servern verwaltet, das Spielprogramm (mit Grafikelementen und Sound) befindet sich als Anwendung beim Spieler auf dem Rechner.
Die ersten Vertreter dieser Spielart kamen Anfang der 1990er Jahre auf.
Gliederung der MMO-Games
Untergliedern lassen sich MMO-Games in drei verschiedene Genres, wobei die Technik jeweils vergleichbar ist, lediglich die Inhalte und Schwerpunkte unterscheiden sich:
- MMORPG – ist das „Massive Multiplayer Online Role Playing Game“
- MMOFPS – ist das „Massive Muliplayer Online First Person Shooter“
- Strategie-Spiele
MMORPG:
Die Rollenspiele bieten vorrangig eine Welt – phantasievoll oder realitätsbezogen - in welcher Gegenstände gesammelt, Welten erkundet und Fähigkeiten ausgebaut werden. Auch Kämpfe zwischen einzelnen Gruppen oder Staaten werden hier ausgefochten.
Als erstes Online-Rollenspiel kann wohl das 1991 erschienene „Neverwinter Nights“ betrachtet werden.
MMOFPS:
Bei den sogenannten „Virtual Battlefields“ („Virtuellen Schlachtfeldern“) liegt das Hauptinteresse auf dem Schlagen und Vernichten gegnerischer Banden oder Einzelpersonen.
Strategie-Spiele:
Hier gilt es, Management-Qualitäten an den Tag zu legen. Bei vielen Vertretern der Strategie-Spiele übernimmt man die Führung einer Fußballmannschaft, ist Bürgermeister einer Stadt, Präsident eines Landes oder ähnliches. Man muss sich gegen Mitspieler beweisen, indem man Ressourcen (wie Geld, Arbeitskräfte oder Naturschätze) sinnvoll einsetzt, und ein Imperium aufbaut.
Spiele mit Suchtfaktor:
Der Spieler kann in den meisten MMO-Welten seinen Wirkungskreis und sein Umfeld nach seinen persönlichen Vorstellungen und Wünschen mitgestalten,
auch die von
Battlestar Galactica. So können Häuser eingerichtet und die Avatare (Stellvertreter des Spielers im Spiel) nach eigenem Geschmack erstellt werden wie man es sich in der wirklichen Welt möglicherweise nicht leisten könnte. Diese Personalisierung führt zu einer außerordentlichen Bindung zwischen der realen und der virtuellen Welt. Der Spieler kümmert sich um das Wohlergehen und die Fähigkeiten seines Avatars und Mitglieder der eigenen Gruppe werden mit gefundenen Schätzen und Gegenständen bedacht – Eine Community entsteht.
Diese Community wird auch bei vielen MMOs gefordert, wenn es um das Erfüllen verschiedener Aufgaben geht, bei deren Erfüllung die Gruppe belohnt wird. Diese Aufgaben können manchmal mehrere Tage in Anspruch nehmen, wodurch man seine freie Zeit darauf verwertet, Felder zu bestellen oder Gegner zu besiegen.
Ein grosser Trend der MMO-Games – gerade bei den Strategiespielen – zeichnet sich heute schon ab: Die Verschmelzung der realen mit der virtuellen Welt. Dienstleistungen, welche tatsächlich nur für die Online-Welt geboten werden, werden mit Realwährungen bezahlt. So gibt es unter anderem in „Second-Life“ vielfache Geschäfte, in denen Gegenstände und Dienstleistungen für den Avatar angeboten werden. Diese nicht greifbaren Dinge werden über Online-Bezahl-Dienste vergütet.
Weiterhin werden zusätzlich zu dem erstmaligen Kaufpreis des Programms häufig monatliche Gebühren erhoben, so dass mittlerweile ein immenser eigener Industriezweig entstanden ist.
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